Text der Wahlzeitung

Wir sind „Keine von denen“ und unser Name ist unser Programm. Unsere Liste der spätrömischen Dekadenz ist Resultat diverser Besuche des Kasperletheaters, welches sich StuPa schimpft. Dort wird lamentiert, sich an sinnfreien Debatten ergötzt und in aller- erster Linie der Lebenslauf dekoriert.

Doch nun zu unseren Vorstellungen über die nächste Jahresherrschaft des StuPas über die Studis.
Im oben genannten Sinne können wir eins versprechen: Wir halten nicht, was wir versprechen! Aber wer macht das schon? Selbstverständlich sind wir nur unseren Gewissen verpflichtet. Weder dem Druck der Fraktion noch einer Koalition werden wir uns beugen. Das Gewaltmonopol des Parlaments muss an unserer Universität gestärkt werden. Nur was die gewählte Mehrheit einmal beschlossen hat ist demokratisch legitimiert und muss mit Gewalt durchgesetzt werden. Verbindlich. Für alle! (vgl. S21 und Castor 2010) In diesem Sinne sehen wir den Parlamentarismus als absolut notwendige „Brückentechnologie“ hin zu einer wirklich demokratischen Gesellschaftsform.

Einige unserer Forderungen:

Wir wollen den Universitarismus!
Wir setzen uns für eine Uniflagge, eine Unihymne und in allen Sportarten (ja, auch Curling!) eine Unimannschaft ein. Denn nur wenn wir als Studierende EINER Universität geschlossen zusammen stehen, können wir uns im nationalen und internationalen Kampf um Forschungsgelder und Staatsmittel behaupten. Wettbewerb braucht Mentalbestien! Für den Universitärismus!

Mehr Klos an der Universität!
Immer wieder fällt es auf. An der Universität gibt es zu wenige Toiletten. Ob im Erdgeschoss des A, B- oder C-Gebäudes. Die Schlangen sind überall gleich lang. Da Stätten der hohen Bildung generell und so auch an unserer Uni vornehmlich von Menschen die sich dem weiblichen Geschlecht zuordnen besucht werden ist dieser Mangel besonders auf deren Toiletten zu beobachten.* Aus diesem Grunde setzen wir uns für die Ausweitung der Toilettendichte an der Universität ein. Wir wollen mehr Klos für die ganze Scheiße an und in der Universität!!!

Uns schöner (und schneller) Uni!
Eine Achterbahn zwischen Campus I und Campus II!
Die Uni Trier versteht sich als Campusuniversität. Doch durch die räumliche Distanz zwischen den Campi wird die universitäre Einheit mit Füßen getreten! Auch hierfür haben wir eine Lösung parat: Eine Achterbahn zwischen Campus I und Campus II. Da eine Mauer zu teuer wäre und unsere Ingenieur_innen uns aufgrund des hohen logistischen Aufwandes davon abrieten ist die zweitbeste Variante die Beste für euch. Ihr könnt alles Gelernte unterwegs auskotzen um wieder Platz für neu zu lernendes Wissen zu bekommen, was ihr dann auf den Rückweg wieder auskotzen könnt. TOLL!

Konkurrenzkampf ausweiten/ Elitenförderung
Eliten sind das, was unser Land in der Wirtschaftskrise braucht. Für die stärkere Selektierung an der Universität! Dies kann aber nur umgesetzt werden, wenn es einen stärkeren Konkurrenzkampf an der Universität gibt. Das Losverfahren um Seminarplätze muss abgeschafft werden. Dafür soll eine gewaltvolle Auseinandersetzung mit allen Mitteln zwischen den Studierenden stattfinden. Außerdem sind wir für eine unbürokratischere Exmatrikulation. In diesem Punkt setzen wir uns für jene 25 % der Studierenden ein, die ihr Studium sowieso abbrechen.
Ritalin für alle, weil nur mit Drogen richtig gute Leistungen erreicht werden und der Bachelor dann in Regelstudienzeit zu schaffen ist. Zuletzt brauchen wir dann nur noch Wasserwerfer um Protest niederzuschlagen.

Zudem wollen wir die Demokratisierung der Hochschule, die Ausweitung des W-Lans, mehr Busse, mehr Transparenz, eine Optimierung der Tunika-Funktionen, absolute Sicherheit und vieles mehr.

*Dieser Satz zeugt von fachlicher Kompetenz im Analysieren von Korrelationen und Interdependenzen im Generellen.